
Auffallen
Die beiden gehen im Wind am Straßenrand spazieren. Gary holt eine rote Clownsnase aus der Jackentasche und setzt sie auf, ohne eine Miene zu verziehen. Linda bleibt stehen, schüttelt den Kopf und stellt eine Sache klar.
Eine Sitcom von CAZ Labs
Zwei Menschen, ihr Eisenwarenladen und jedes Mal ein Satz, der sitzt. Kurze Folgen darüber, wie man über Websites redet, wenn man nicht vom Fach ist - und was passiert, wenn Gary ein Fachwort wörtlich nimmt.


Die beiden gehen im Wind am Straßenrand spazieren. Gary holt eine rote Clownsnase aus der Jackentasche und setzt sie auf, ohne eine Miene zu verziehen. Linda bleibt stehen, schüttelt den Kopf und stellt eine Sache klar.

Im Büro des Ladens geht die Tür auf, und die Nachbarin kommt herein. Gary schießt aus dem Stuhl und schüttelt ihr die Hand, ohne sie wieder loszulassen. Linda fragt vom Schreibtisch aus, wofür man sie hier eigentlich braucht.

Die beiden sitzen im Auto vor der Garage. Gary schaut aus dem Seitenfenster in den Himmel, stellt fest, dass es regnen wird, und gibt Gas - ohne den Blick von den Wolken zu nehmen. Danach liegt das Garagentor auf der Motorhaube.

Pizza beim Italiener. Ein sehr gutaussehender Kellner geht am Tisch vorbei, und Linda schaut ihm in aller Ruhe hinterher. Gary tritt sie unter dem Tisch. Was sie darauf antwortet, ist die erste Pointe der Reihe, die ihm gilt.

Vor dem Laden steht ein riesiges Ufo. Im Rumpf klafft ein Riss, notdürftig mit Silberklebeband geflickt. Davor steht ein Alien mit einem Smartphone in der Hand und sagt höflich, wo er den Laden gefunden hat. Gary nimmt es, wie er alles nimmt.

Es klingelt an der Wohnungstür. Gary macht auf, und im Hausflur steht ein Surfer mit einem Brett unterm Arm. Linda fragt, wer das ist. Gary erklärt es ihr mit voller Überzeugung, und danach sagt sie kein Wort mehr.

Gary steht vor dem Laden und malt einen breiten roten Streifen auf den Asphalt. Linda fragt, was das soll. Alle sagen doch, man müsse online sein. Kurz darauf kommt der Nachbar die Straße herunter, sieht den Streifen und stellt sich brav darauf.

Der Ladennachbar Earl steht mit seinem Laptop am Tresen: Garys Website habe ihm den Rechner abgeschossen, sie habe einen dicken Bug. Gary nickt und holt etwas unter der Theke hervor.

Gary hat das Büro von der Decke bis zum Boden mit künstlichen Spinnweben zugehängt. Linda kommt gerade aus dem Urlaub zurück und versteht die Welt nicht mehr. Er schon.

Linda hat ein Skript geschrieben, das alles Alte aus der Firmendatenbank räumt. Sie startet es - und der Stuhl neben ihr ist leer. Die erste Folge, in der sie den Fehler macht.

Ein Maskierter stürmt in den Laden und verlangt Geld. Linda flüchtet ins Lager. Gary lacht sich kaputt und dreht den Laptop um.

Abends vor dem Fernseher klopft es ans Fenster. Draußen steht ein Mann im Dunkeln und hält ein Pappschild hoch. Die beiden sind nicht überrascht, nur genervt.

Die erste Folge im Eisenwarenladen der beiden. Gary hat die Website des Ladens selbst gebaut und viel Geld gespart. Dann klickt er auf den Link.

Gary kommt im schwarzen Anzug mit Hut und dunkler Brille herein. Linda erschrickt und lacht sich dann kaputt. Er bleibt todernst - und hat für alles eine Erklärung.

Linda hat sich zurechtgemacht und macht ihm ein Angebot - formuliert in Fachsprache. Gary schaut nicht einmal vom Handy hoch und lehnt ab.

Das Auto fällt fast auseinander. Linda stellt fest, dass sie ein neues brauchen. Gary sieht das genauso - nur denkt er dabei kurz an etwas ganz anderes.

Gary hat sich eine Website gebaut und ist sehr zufrieden mit sich. Dann kommt Linda ins Zimmer, schaut kurz auf den Bildschirm und sagt einen Satz.
Sechs Folgen lang stand die Kamera still. Hier schwenkt sie einmal zur Seite - und dahinter liegt das Studio: Kamera, Tonangel, Kabel, Crew und ein Logo an der Wand. Am Ende gibt es Applaus und einen Handschlag.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das Studio ist genauso generiert wie alles andere. Es gibt keine Crew. Die Pointe steht im Abspann.

In Arbeit. Linda hat noch Fragen, und Gary hat noch keine guten Antworten. Neue Folgen landen zuerst hier, auf der Startseite und im CAZ Kino.
Kannst du. Damit entstehen die Gary-&-Linda-Folgen und unsere Werbefilme. Ein Abo kostet ungefähr so viel wie ein Abendessen zu zweit, und die erste eigene Szene hast du an einem Nachmittag. Was danach kommt - Timing, Schnitt, Untertitel, Abspann - ist Handarbeit.
Higgsfield ansehenWerbung: Partnerlink. Schließt du dort ein Abo ab, bekommen wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Idee, Drehbuch, Figuren, die über Folgen hinweg gleich aussehen, Schnitt, Untertitel, Abspann, Formate für LinkedIn und Instagram - und der Hinweis auf die KI-Erzeugung, den das Gesetz seit August verlangt. Ab einem Werbefilm, nicht ab einem Werbeetat.
Werbefilme von CAZ Labs„Sieht aus wie die Standardvorlage." Das ist keine Beleidigung, sondern eine Feststellung - und deshalb tut es weh. Eine Website aus dem Baukasten sieht aus wie tausend andere, und genau daran scheitert sie: Was für alle gleich ist, findet niemand, und nichts davon bleibt hängen. Wann ein Baukasten trotzdem reicht und wo seine Grenzen liegen, steht ausführlich im Artikel Baukasten oder Handwerk?
Die Folgen sind komplett KI-generiert, im Stil einer 90er-Sitcom mit Studiopublikum. Der Hinweis steht auch im Abspann jeder Folge. Was dabei zählt, ist nicht die Technik, sondern das Timing:
Kein Grinsen, kein Triumph, keine Häme. Sie stellt etwas fest und schaut ihn an. Genau das macht ihre Sätze so vernichtend - sie sind nicht als Angriff gemeint.
Die Pointe geht immer auf seine Kosten, und er merkt es erst eine Sekunde zu spät. Wer eine Pointe spielt, hat sie schon verloren.
Feste Kamera, flaches Studiolicht, Lachband. Was in fünfzehn Sekunden nicht funktioniert, funktioniert auch in dreißig nicht.
Beide Folgen laufen auch im CAZ Kino - zusammen mit Der Wunschfresser, Der Automat in der Wüste und allem, was wir sonst gedreht haben.
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